Zwischen Fritten, Waffeln, Europaparlament, Grand Place und Manneken Pis – und sonst, was hat Brüssel sonst noch zu bieten?

09.05.2017 – Auf dem Flug mit Brussels Airlines wurde ich schon mit der berühmten Neuhaus Schokolade verwöhnt zum üblichen Flugzeug Kaffee. Jean Neuhaus ein gebürtiger Schweizer Apotheker, wanderte nach Belgien aus und kreierte dort die erste Praline.

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Der Grand Place/Grote Markt verzaubert bei Tag und Nacht die Besucher – filigrane Ornamente und Figuren schmücken die Fassaden der Gebäude, verziert mit Gold, sodass man bei direkter Sonneneinstrahlung am Morgen regelrecht geblendet wird. Ein besonderes Spektakel spielt sich jeden Abend ab, dann wenn die Lichter eingeschaltet werden und sich ein Goldschimmer über den ganzen Platz legt. Nicht weit entfernt, befindet sich ein weiteres Muss eines jeden Brüssel Besuchers – Manneken Pis. Berühmtheit erlangte der kleine Junge einer Legende zu Folge, indem er auf eine brennende Lunte pinkelte und so verhinderte, dass das Rathaus durch Belagerer in Flammen gesetzt wurde.

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Der Weg führt mich aus dem noblen Zentrum in das Marollenviertel – der Gegensatz könnte größer nicht sein – hier findet jeden Tag ein riesiger Antiquitäten-/Flohmarkt statt, wo die Verkäufer Waren jeder Art feilbieten. In einem der Antiquitäten Geschäfte entlang der Rue Blaes – Blaesstraat entdecke ich diese Kuriosität – siehe Bild.

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Wenige Meter weiter der Justizpalast – ein Ergebnis von Größenwahn des damaligen Herrschers – für den Bau mussten unzählige Häuser des Marollenviertels weichen. Gleich nebenan bietet sich den Besuchern eine wunderschöne Aussicht über die Dächer Brüssels mit Blick bis zum Atomium, dessen Protonen, Neutronen und Elektronen in der Sonne glitzern.
Beim Bummel durch die Stadt bringen mich Comicepisoden an den Hauswänden immer wieder zum Schmunzeln. Comics gehören zu Brüssel, wie Schokolade und Bier – die berühmtesten Vertreter sind Tim und Struppi alias Tintin und Milou, wie sie hier genannt werden.

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Mein Weg führt mich weiter zum Coudenberg („kalter Berg“), der sich über der Unterstadt erhebt und auf dem der Königspalast thront. Ich verlasse den Königsplalast, Richtung Place du Sablon (Antiquitäten) und widme mich der EU-Ära, dabei führt mich mein Rundgang zu einer weiteren zeit-und wirtschaftsgeschichtlich, sehr einflussreichen Institution – dem Europaparlament. „Caprice des dieux“, „Laune der Götter“ wird die 72 m hohe Glaskuppel des Europaparlaments genannt. Da ihre Form an die Schachtel des gleichnamigen französischen Käses erinnert.

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Das afrikanische Viertel – Ixelles – wird von Afrikanern, Interkulturellen und Studenten geprägt. In den Straßen rund um die Kirche St. Boniface herrscht geschäftiges Treiben, es reihen sich Restaurants, Cafés, Läden, Gemüsestände, Gewürzverkäufer dicht aneinander – das Straßendreieck ist auch besser bekannt als Matongé (benannt nach dem Kneipenviertel von Kinshasa). Auf dem Rückweg in das Zentrum streife ich noch das Viertel St.Gilles mit seinen unzähligen Jugendstilbauten.

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Nützliches
Frühstück/ Brunch: Peck 47, Rue du Marché aux Poulets 47, 1000 Bruxelles, Belgien
Nachmittagskaffe mit Croissant: Tout Bon, Rue du Luxembourg 68, 1000 Bruxelles, Belgien
Kleiner Hunger: Waffel zwischendurch bei einem „Standl“.
Vom Flughafen in die Stadt fährt ca. alle 15 min. ein Zug. Preis: 8,80 EUR.

Fotos: DIEERträumer
Beitrag von: gb (DIEERträumer)