Anfang Oktober, Samstag, 09:30 Ankunft in Hamburg mit der S-Bahn direkt vom Flughafen – Haltestelle: Reeperbahn. Wenige Meter nach dem U-Bahn Gewölbe kommt uns Biergeruch entgegen, der Boden klebt, die Scherben knistern unter unseren Schuhen und Trolleys – wir sind angekommen in Hamburg – am Beatles Platz, der den Beginn der „Großen Freiheit“ markiert. Nur noch ein paar Meter bis zu unserem Hotel, der Geruch von einer durchzechten Nacht steigt uns in die Nase, während wir an den teilweise halbgeöffneten schweren Türen der weltberühmten Clubs vorbeigehen, die Straße schon menschenleer, aus dem einen oder anderen Lokal hört man noch die letzten Beates und die letzten Gäste wagen sich ins Freie, geblendet von der Sonne. Jetzt kehrt für wenige Stunden Ruhe ein an der „Großen Freiheit“ bevor am Abend die Party von Neuem ihren Höhepunkt erreicht.

DSC05453

Der Hafen – Symbol der Freiheit, Eingangstor zur Welt – früher wie heute. Die Schiffe laufen voll beladen mit fremden Gewürzen, Stoffen und Waren in den Hafen ein und verströmen diesen einzigartigen Geruch von fernen Ländern. Die Romantik ging verloren, heute ist es die Technik und Größe, die besticht. Riesige Container Schiffe zieren die Hafeneinfahrt, die höchst effizient Waren um die ganze Welt transportieren. In der Speicherstadt wurde die Ware zwischengelagert und an die hiesigen Händler weiterverkauft – Teppiche aus dem Orient, Gewürze aus Indien, Seide aus China – Eindrücke aus der ganzen Welt auf kleinstem Raum. Ein Hauch vergangener Seemannszeit liegt in den Gassen – die Realität holt einen spätestens mit der nächsten Reisegruppe ein, die sich für ein Selfie positioniert. Lachend wird Aufstellung genommen, vor welchem Gebäude? – egal, Hauptsache alle sind oben, was gar nicht so leicht ist, denn irgendwer ist immer zu groß. Das sind die Schwierigkeiten im 21. Jahrhundert mit denen ein Reisender tagtäglich zu kämpfen hat.

DSC05718

Eine typische Samstagnacht auf der Reeperbahn – ein Besuch in Olivias Show Club, abtanzen in der Disko „Große Freiheit 36“ und am Sonntag 5 Uhr in der Früh zum Fischmarkt auf Fischbrötchen und Franzbrötchen, bei Frühschoppenstimmung im Bierzelt. Der restliche Sonntag steht ganz im Zeichen der Erholung und Kräftesammlung, um für den Abend wieder fit zu sein. Denn was wäre ein Besuch in Hamburg, der Musicalstadt Europas, ohne Musical. „König der Löwen“ – entführt in eine andere Welt auf einen anderen Kontinent – verzaubert – begeistert – berührt– absolut empfehlenswert – unbedingt ansehen.

DSC05813

Start in den letzten Tag – erster Stopp: Espresso Bar – 1 Cappuccino und ein doppelter Espresso. Jetzt sind wir bereit für eine Shoppingtour im Karolinen- und Schanzenviertel, enge Gassen, alternative Läden, kleine Cafés, die zum Verweilen einladen – wir spazieren durch die Design- und Kunstszene Hamburgs und lassen unseren Hamburg Trip bei einem Essen in der Bullerei ausklingen.

DSC05824

Fotos: DIEERträumer
Beitrag von: gb (DIEERträumer)